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Unsicherheit endet nicht an der Bürotür.

Ich begleite Menschen in gemeinwohlorientierten Kontexten dabei, auch unter Druck, in Ungewissheit und Zeiten gesellschaftlicher Spaltung Räume für Lernen, Zusammenarbeit und ehrlichen Dialog zu gestalten.

Unsicherheit endet nicht an der Bürotür.

Ich begleite Menschen in gemeinwohlorientierten Kontexten dabei, auch unter Druck, in Ungewissheit und Zeiten gesellschaftlicher Spaltung Räume für Lernen, Zusammenarbeit und ehrlichen Dialog zu gestalten.
Vielleicht kennt ihr Situationen wie diese:
  • Menschen erhalten theoretisches Wissen, aber Veränderung zeigt sich kaum im konkreten Verhalten oder Miteinander. 
  • Fach- und Führungskräfte stehen unter wachsendem Druck, Orientierung zu geben und Spannungen aufzufangen – oft ohne selbst ausreichend Unterstützung oder Handlungsspielraum zu erleben.
  • Kritisches Feedback wird als persönlicher Angriff erlebt. Diskussionen eskalieren schneller oder brechen abrupt ab.
  • In Meetings oder Seminaren entsteht öfter Stille. Menschen formulieren vorsichtiger und Spannungen bleiben unausgesprochen.
  • Unterschiedliche Perspektiven werden schwerer aushaltbar. Gruppen teilen sich stärker in Lager auf.
  • Veränderungsprozesse bringen mehr Erschöpfung als Klarheit, Orientierung oder Verbindung.
Das bleibt selten ohne Folgen.

Wenn Unsicherheit, Druck und Spannungen dauerhaft mitwirken, beeinflusst das Zusammenarbeit, Lernen und Entwicklung. Vertrauen wird fragiler, Konflikte nehmen zu und Lern- oder Veränderungsprozesse verlieren an Tiefe und Nachhaltigkeit. Menschen ziehen sich zurück oder kündigen, Fach- und Führungskräfte erschöpfen schneller und Projekte geraten ins Stocken.

Entwicklung braucht mehr als Wissen.

Sie entsteht dort, wo Menschen Sicherheit, Würde und Selbstwirksamkeit erfahren. Statt Veränderung erzwingen zu wollen, geht es darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen Lernen, Reflexion und Entwicklung überhaupt möglich werden.

Unter Druck, bei Unsicherheit oder Konflikten reagieren Menschen selten rational. Stress und emotionale Aktivierung beeinflussen, wie wir denken, kommunizieren und miteinander umgehen. Gerade in solchen Situationen verlieren Menschen oft den Zugang zu Fähigkeiten, die für Zusammenarbeit und Entwicklung entscheidend wären: Zuhören, Offenheit, Perspektivwechsel oder klares Denken. Das ist kein persönliches Versagen, sondern eine nachvollziehbare Reaktion unseres Nervensystems.

Deshalb entsteht echte Veränderung nicht allein durch Wissen oder Haltung, sondern dort, wo Menschen sich auch in Momenten von Spannung sicher genug fühlen, um sich ehrlich einzubringen, unterschiedliche Perspektiven zu verhandeln und selbstwirksam zu bleiben. Dafür braucht es Räume für Konflikt, Irritation, Verantwortung und Lernen – frei von Beschämung, Angst oder Machtdemonstrationen. Das Ziel ist dabei nicht die Abwesenheit von Konflikten, sondern Lern- und Arbeitsräume, in denen Menschen trotz Unsicherheit offen, reflektiert und gemeinsam handlungsfähig bleiben können.

Was Menschen belastet, hat dabei oft viele Ursachen: Zeit- und Leistungsdruck, gesellschaftliche Spannungen, Konflikte in Gruppen, Erfahrungen von Ausschluss oder Scham sowie widersprüchliche Anforderungen in Lern- und Veränderungsprozessen.

In meiner Arbeit verbinde ich gesellschaftskritische Reflexion mit einem Verständnis für Nervensysteme, Gruppendynamiken und organisationale Strukturen. Ich arbeite macht- und diskriminierungskritisch sowie trauma- und nervensysteminformiert – mit dem Ziel, mehr psychologische Sicherheit, Reflexionsfähigkeit und Handlungsspielraum in Lern-, Arbeits- und Veränderungsprozessen zu ermöglichen.

Wenn Menschen sich auch in schwierigen Situationen sicher genug fühlen, verändern sich Zusammenarbeit und Entwicklung spürbar:
  • Teams und Gruppen entwickeln mehr Vertrauen und sind lernfähiger, weil Unsicherheiten, Fehler und Unterschiedlichkeit bearbeitet werden können. So entstehen offenere Lern- und Dialogräume, in denen Menschen sich ehrlicher beteiligen. 
  • Kritisches Feedback kann offener angesprochen werden, ohne dass Gespräche sofort eskalieren oder abbrechen. Konflikte werden somit früher sichtbar und können konstruktiv bearbeitet werden. 
  • Unterschiedliche Perspektiven können eher ausgehalten werden, ohne dass Gruppen sich vorschnell in Lager aufteilen. Das stärkt Dialogfähigkeit, Vertrauen und gemeinsame Lernprozesse.
  • Wissen kann eher in konkretes Verhalten und Zusammenarbeit übersetzt werden, weil Menschen sich sicher genug fühlen, um neue Perspektiven tatsächlich auszuprobieren und zu integrieren.
  • Fach- und Führungskräfte müssen Spannungen weniger über Kontrolle oder Anpassung auffangen und gewinnen mehr Klarheit, Handlungsspielraum und gemeinsame Verantwortung im Team.
  • Veränderungsprozesse gewinnen an Klarheit und Beteiligung, weil Spannungen nicht dauerhaft unausgesprochen mitwirken.

Mein Profil

Luisa Tabales

Mein Weg in diese Arbeit ist eng mit meiner eigenen Erfahrung von Zugehörigkeit, Unsicherheit und gesellschaftlichen Machtverhältnissen verbunden.

Als Schwarze Frau und Erstakademikerin habe ich früh erlebt, wie sehr soziale und institutionelle Bedingungen beeinflussen, ob Menschen sich sicher, gesehen und handlungsfähig fühlen können — auch in Bildungs- und Arbeitskontexten.

Diese Erfahrungen prägen bis heute meinen Blick auf Lernen, Zusammenarbeit und Entwicklung. Mich interessiert besonders, wie Menschen und Gruppen unter Druck reagieren, was Verbindung, Reflexion und Dialog erschwert — und welche Bedingungen es braucht, damit Menschen sich trotz Unterschiedlichkeit, Unsicherheit oder Konflikten offen begegnen und gemeinsam handlungsfähig bleiben können.

Mein Hintergrund in Politik- sowie Friedens- und Konfliktforschung, systemischem Coaching und trauma- bzw. nervensysteminformierter Prozessbegleitung fließt dabei ebenso in meine Arbeit ein wie meine Erfahrungen im Hochschulwesen und in der transnationalen zivilgesellschaftlichen Projektarbeit.

Ich arbeite vor allem mit Menschen in Bildungs-, Beratungs- und gemeinwohlorientierten Kontexten, die Lern-, Arbeits- und Dialogräume bewusster gestalten möchten — besonders dort, wo gesellschaftliche Spannungen, Unterschiedlichkeit oder emotionale Belastung mitwirken.

Dabei verbinde ich gesellschaftskritische Reflexion mit einem Verständnis für Nervensysteme, Beziehungen und Gruppendynamiken. Mich interessiert nicht Perfektion oder Konfliktfreiheit, sondern die Frage, wie Menschen auch unter Druck in Kontakt, Reflexion und Entwicklung bleiben können.

Berufserfahrung

• seit 2023: Freiberufliche Beraterin und Prozessbegleiterin für eine psychologisch sichere Lern- und Organisationskultur

• 2021-2023: Nebenberufliche selbständige Tätigkeit als Beraterin & Trainerin rund um Diversity | DEIB, Anti-Rassismus, Empowerment und psychologische Sicherheit 

• 2021-2023: Zuständig für die Durchführung und Begleitung der Angebote zu Weiterbildung und Empowerment im Diversity-Management der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

• 2017-2021: Projektmanagerin im Bereich Internationale Verständigung der Stiftung Mercator und betreut mit der Entwicklung, Steuerung und Evaluation von rund 20 sowie der Leitung eines Programms für Change Maker aus der Türkei und EU-Mitgliedsländern

• 2010-2017: Praktika & Tätigkeiten als studentische Hilfskraft im Bereich Friedens- und Konfliktforschung; 1-jähriger Auslandsaufenthalt in der Türkei inkl. Tätigkeiten in der Gastronomie und als Deutsch- / Englischlehrerin; Ehrenamt in der Unterstützung geflüchteter Menschen 

• 2007 - 2010: Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel sowie Tätigkeit im Vertrieb der J. Knittel GmbH

Ausbildung

• Somatic Experiencing i.A. (UTA Akademie) 

• Systemisches Coaching (InKonstellation) 

• Achtsamkeits- & Meditationslehrerin (Tajet Garden)

• MA. Friedens- und Konfliktforschung (Goethe-Universität Frankfurt)

• BA. Politikwissenschaft (TU Darmstadt)

• Kauffrau im Groß- und Außenhandel (J. Knittel GmbH)

Eine Auswahl an sonstigen Fortbildungen:

• Die Arbeit mit Teilpersönlichkeiten

• Design Thinking

• Schuld und Scham

• Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

• Konfliktlösung und Friedensförderung

• Seit meiner Selbständigkeit fühlt sich Steuererklärung manchmal an wie Gamification: Wer gewinnt diese Jahr - das Finanzamt oder ich?

• Drei Bücher, die mich immer wieder begleiten und inspirieren:
Maya Angelou – „I Know Why the Caged Bird Sings“, das mich daran erinnert, wie wichtig Stimme und Selbstermächtigung sind.
Viktor Frankl – „Trotzdem Ja zum Leben sagen“, ein Buch über die Kraft, selbst in schwierigen Zeiten Sinn zu finden.
Hermann Hesse – „Siddhartha“, das mich lehrt, wie wichtig der eigene Weg und das bewusste Leben sind.

• Ich sammle Wörter und Sprüche aus verschiedenen Sprachen – solche, deren Bedeutung mich besonders berührt oder amüsiert. Mein türkischer Lieblingsausdruck ist zum Beispiel „Kendine gel!“ – was so viel bedeutet wie „Komm zu dir selbst!“. Vielseitig anwendbar: bei irrationalem Verhalten, geistiger Abwesenheit oder im Konflikt.

• Ich liebe Geburtstage und feiere meinen eigenen meistens mehrfach: Vielleicht weil ich als Kind morgens mit Wunderkerzen und Geschenken am Bett geweckt wurde. Die Freude daran hat sich gehalten - auch für die Geburtstage von Menschen, die mir nahestehen.

• Achtsamkeit ist für mich keine Praxis, sondern eine Haltung. Deshalb bemühe ich mich darum, regelmäßig zu meditieren und so gut es geht im Moment zu leben. Wie alles im Leben läuft das mal besser, mal schlechter.

• Ich lerne gerade Surfskaten. Mit Ende 30 im Skatepark mit einem Durchschnittsalter von 15 zu üben, hinzufallen und trotzdem wieder aufzustehen, ist eine sehr gute Übung in Demut.

• Fernwanderungen sind meine Auszeit vom Alltag und erinnern mich daran, wie wenig es eigentlich braucht: gute Schuhe, Zeit, Natur und Gemeinschaft, mit der das Erlebte dann geteilt werden kann.

• Podcasts sind meine Leidenschaft – ich habe aktuell 84 abonniert, von gesellschaftspolitischen Themen bis zu persönlichen Geschichten. Leider ist meine Fähigkeit darin zu versinken größer als meine Fähigkeit alles Gelernte tatsächlich umzusetzen.

• Sprachnachrichten sind bei meinen Freund*innen und mir ein eigenes Genre. Zweistellige Minutenlängen sind keine Seltenheit. Oder wie Goethe sagen würde: "Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben."

• Was in meinem Kühlschrank niemals fehlen darf: Ketchup 🙂

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